Pflege bei der Rente anrechnen lassen

Veröffentlicht am 21.02.2017 in Ortsverein

Brigitte Scharf referiert bei der SPD – Appell: Umfassend informieren

Erneut gelang es der Wiesauer SPD um ihren rührigen Vorsitzenden Georg Wurzer, Brigitte Scharf für eine Informationsveranstaltung zu gewinnen. Thema der mehr als zweistündigen Versammlung bei Kaffee und Kuchen im Restaurant des Sportzentrums waren Fragen zur Unterbringung in Pflegeheimen und umfassende Informationen zur Neuordnung der Pflegeversicherung. Rede und Antwort stand die Fachfrau und Verwaltungsangestellte auch zu den Fragen: Wann bekomme ich meine Rente? Welche Abzüge sind zu erwarten? Was kann ich hinzuverdienen?

„Kann ich mir Pflege überhaupt noch leisten?“, fragte Georg Wurzer bei der Begrüßung in die Runde und versprach sogleich Aufklärung: „Wir haben uns deshalb eine Expertin nach Wiesau geholt.“ Brigitte Scharf sprach bereits zum dritten Mal vor Wiesauer Genossen. „Zu Hause pflegen wird künftig gerechter bezahlt“, stellte Scharf gleich zu Beginn ihres Referates fest. „Wohnen in einem Heim dagegen könne teurer werden.“ Scharf versprach: Keiner werde aber schlechter gestellt. Wesentliche Details habe man bei der Reform des Pflegestufengesetzes verbessert. Schon lange sei kritisiert worden, dass die bis Ende 2016 gültigen Pflegeleistungen nicht gerecht an die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen angepasst seien. Mit der Pflegestufenreform habe sich das geändert. Seit Beginn des Jahres gebe es einen neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit, der geistige Erkrankungen mehr in den Vordergrund rücke. Die Sprecherin erinnerte dabei an die neu geschaffenen Pflegegrade. „Durch geleistete Pflegezeiten können Rentenzeiten erwirkt werden“, sagte Scharf an anderer Stelle und empfahl, sich entsprechend beraten, vor allem aber die geleisteten Zeiten anrechnen zu lassen. Brigitte Scharf bedauerte, dass meist aus Unwissenheit Geld verschenkt werde. „Als Rentensachbearbeiterin spreche ich aus Erfahrung.“ Als einen wichtigen Ansprechpartner bei Fragen der Heimunterbringung und der Finanzierung bezeichnete Brigitte Scharf den Bezirk Oberpfalz.

„Wohnrechte sind lebenslänglich“, fuhr die Referentin fort und erinnerte dabei an nur eine von überall lauernden Fallen bei der Berücksichtigung des Wohn- beziehungsweise Schonvermögens. Scharf machte deutlich: „Die Leute haben die Möglichkeit, sich zu informieren. Es gibt keine dummen Fragen.“ Wann es Rente gebe oder welche Abzüge beim früheren Renteneintritt zu erwarten seien, erläuterte die Referentin nach Anfragen der Zuhörer. 

 

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